Was ist Tai Chi Chuan - Erklärung1> |
TAI CHI CHUAN ist eine alte chinesische Bewegungskunst, deren Wurzeln Jahrtausende zurückreichen. Das gesammelte heilkundliche Wissen der Chinesen hat hier seinen Niederschlag gefunden. Eine Folge langsamer, harmonisch fließender Bewegungen, im steten Wechsel von Tun und Lassen, Öffnen und Schließen, Steigen und Sinken, Spannen und Entspannen, helfen dem Übenden dabei, mit seinem Körper und seiner Energie bewusster umzugehen und zu seiner Mitte zu finden. Dabei fördert TAI CHI die Selbstwahrnehmung des Übenden, unterstützt das Aufrecht-Sein des Körpers, hilft, Verspannungen zu lösen und Schmerzzustände zu lindern, stärkt das Immunsystem und fördert Beweglichkeit und Freude am Sein. Entspannungs-, Atem-, und Bewegungsübungen unterstützen diese Ziele. Um die vollständige Bewegungsabfolge des TAI CHI, die „Form“, zu erlernen, bedarf es kontinuierlicher Übung über einen längeren Zeitraum. TAI CHI eignet sich für Männer und Frauen jeden Alters. |
Geschichte des Tai Chi Chuan |
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Über die frühe Geschichte des Tai Ji Quan ist wenig bekannt. Die Überlieferung erfolgte meist nur an ein, zwei Schüler und dies vor
allem in den eigenen oder befreundeten Familien. Da keine schriftlichen Überlieferungen von dieser Zeit vorhanden sind, ist es verständlich,
dass es viele Legenden gibt. Die erste klassische Schrift über Tai Chi Chuan wird dem Mönch Chang San Feng (Ende der Sung-Dynastie, 1127 - 1279) zugeschrieben und gilt für die Meisten als Begründer des Tai Chi Chuan. Laut der Legende war Chang San Feng in den Bergen, als er Zeuge eines Kampfes zischen einem Falken und einer Schlange wurde. Als er beobachtete, wie die Schlange den geraden Angriffen des Falkens immer wieder mit kreisförmigen Bewegungen des Kopfes auswich und bis zum Angriff in völliger Ruhe verharrte, verstand Chang SanFeng plötzlich die Prinzipien von yin und yang. Er formte aus dem Shaolin Kun fu eine neue Kampfkunstform - Tai Chi Chuan. ![]() Es gibt verschiedene Stilrichtungen im Taijiquan, der Yang-Stil ist einer davon. Yang Lu-Ch`an (1799-1872) entwickelte den nach ihm benannten Yang-Stil. Er wollte Taijiquan vielen Menschen zugänglich machen und brach mit der alten Tradition, Taiji nur an einen kleinen auserwählten Kreis von Schülern oder innerhalb der Familie weiterzugeben. Jedoch erst sein Enkel Yang Cheng-Fu (1883-1936) stellte die sogenannte traditionelle Form des Yang-Stils zusammen. Sein Schüler Cheng Man-Ch`ing (1900-1975) entwickelte auf ihrer Grundlage die Kurzform des Yang-Stils. Die Taijiquan-Form von Cheng Man-Ch`ing teilt sich in 3 Teile. Der erste Teil setzt sich aus 16 Stellungen zusammen, Teil 2 hat 15 Stellungen und Teil 3 hat 6 Stellungen, so dass sich für die komplette Form 37 Stellungen ergeben. |